4. Process Solutions Day

Transparenz im Markt für Business Process Management - Tools

19. Mai 2009, NH Hotel, Hessenring 9, 64546 Frankfurt-Moerfelden
Eine Veranstaltung der
Konzeption von
Probleme bei Tool-Auswahl

Orientierung ermöglichen - den Horizont erweitern

Beinahe jedes Unternehmen, das sich für ein IT-gestütztes Prozessmanagement interessiert, klagt über die zu geringe Transparenz im Markt für BPM-Tools.

Hauptursache für diese Intransparenz ist die große Heterogenität der angebotenen Lösungen: Der Begriff "BPM-Software" wird von Tools zur Visualisierung von Prozessen genauso beansprucht wie von umfangreichen Portal Servern und EAI - Systemen. Nicht wenige Anbieter versuchen Interessierte davon zu überzeugen, dass ihre Lösung den gesamten BPM-LifeCycle abbildet, d.h. den Kreislauf der Erhebung, Analyse, Neu-Konzeption, organisatorisch/technischen Implementierung und des Controllings von Geschäftsprozessen vollständig unterstützt.

Erweiterter BPM-Regelkreis
Dieses Selbstbewusstsein der Anbieter ist aus Sicht der Interessenten wenig hilfreich. Allzu häufig wird erst auf den zweiten Blick erkannt, dass die angebotene Lösung nicht wirklich zu den eigenen Bedürfnissen passt. Dieser Filterprozess ist aufwendig und fehlerträchtig - eine initiale, kompakte Phase der Orientierung kann ihn maßgeblich verkürzen. Gleichzeitig spricht vieles dafür, über den eigenen, derzeit wahrgenommenen Tellerrand zu schauen und zu verstehen, welche Themen mit BPM-Werkzeugen heute und morgen adressiert werden können, um eine Investitionsentscheidung mit Zukunft zu treffen.

Um die Orientierung zu erleichtern und gleichzeitig die Chance zur Horizonterweiterung zu bieten, werden die vorgestellten Lösungen thematischen Schwerpunkten ("Solution Tracks") zugeordnet. Die Anbieter erhalten die Gelegenheit, durch den direkten Bezug auf den Einsatzschwerpunkt konkret darzustellen, in welcher Form der Anwender durch ihre Lösung tatsächlich unterstützt wird:

Track A: Modellierung, Dokumentation, Analyse, Simulation

BPM-Tools sorgen für Transparenz im Geschäftsbetrieb. Vorhandene Abläufe werden dokumentiert und zielgruppengrecht visualisiert. Mit Hilfe von BPM-Tools können Verbesserungspotentiale in Geschäftsprozessen identifiziert werden. Die wichtigsten Kennzahlen wie Zeiten, Kosten und Kapazitätsauslastungen können ermittelt und in Varianten simuliert werden. In diesem Zusammenhang spielen BPM-Tools zum Beispiel eine wichtige Rolle bei der Umsetzung rechtlicher Verordnungen, Zertifizierungen, schriftlich fixierter Ordnungen, aber auch in der prozessorientierten Anforderungserhebung im Rahmen von IT-Projekten.

Track B: Serviceorientierte Architekturen (SOA)

Der Aufbau einer SOA steigert die Agilität IT-gestützter Geschäftsprozesse. BPM-Tools ermöglichen diesen Aufbau durch eine prozessorientierte Service Orchestrierung. In dieser Rolle stellen sie die Nachfolger der klassischen EAI-Systeme dar. Tatsächlich ist eine Kombination moderner Web Service Architekturen mit proprietären Legacy Integrationsansätzen in der Praxis keine Seltenheit, sondern die Bedingung, um eine sanfte Migration in Richtung SOA zu ermöglichen. Auf der Architekturebene unterstützen BPM-Tools die Top-Down-Definition von Services, ausgehend von den Anforderungen, die sich aus den Geschäftsprozessen ergeben, sowie die Definition und Einhaltung einer effektiven SOA-Governance.

Track C: Prozessportale, Human Worfklow Management

Die passgenaue Integration menschlicher Prozessbeteiligter wie Mitarbeiter, Kunden oder Lieferanten, ist der kritische Erfolgsfaktor für eine moderne Prozessarchitektur. BPM-Tools bieten zu diesem Zweck zahlreiche Funktionen, die über die reine Gestaltung von Bildschirm-Masken weit hinausgehen. Sie ermöglichen zum Beispiel die Zuordnung von Aufgaben zu definierten Prozessrollen, die Überwachung der fristgerechten Abarbeitung von Aufgaben sowie die automatische Eskalation im Fall einer Verzögerung. Der generische Ansatz von BPM-Tools erlaubt die schnelle Anpassung von Interaktionsinstrumenten wie Masken, Mailings etc. bei Veränderungen in den Prozessen.

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